|
32,3 % der Wählerstimmen für die SPD bei der Landtagswahl am Sonntag – ein
alles andere als zufriedenstellendes Ergebnis. Das hervorragende Ergebnis
der Landtagswahl vor 5 Jahren mit 42,8 % konnte nicht annähernd gehalten
werden. Mit 32,3 % der Wählerstimmen hat die SPD in Sandhausen sowohl
gegenüber den Bundestagswahlen im vergangenen September (36,1 %) als auch
gegenüber dem schlechten Ergebnis der Landtagswahlen 1996 (35,6 %) noch
verloren. Einziger Trost bleibt, dass Sandhausen im Wahlkreis Wiesloch
weiterhin das beste Ergebnis erreicht hat, wobei der Wahlkreis mit 25,1%
leicht unter dem Landeswert der SPD mit 25,2 % liegt. Die 12.241
Wählerstimmen, die unser Landtagskandidat Peter Wirkner im Wahlkreis
Wiesloch erreicht hat, reichten nicht für ein Landtagsmandat
aus.
Wie lässt sich dieses Ergebnis erklären? Ohne den
ausführlichen Wahlanalysen vorwegzugreifen, fallen folgende Punkte
auf:
- Die Wahlbeteiligung in Sandhausen bei den Landtagswahlen hat
leider einen neuen Tiefpunkt erreicht: von 69,9 % im Jahr 1996 über 62,9 %
im Jahr 2001 zu 51,4 % in diesem Jahr. Damit ist die Wahlbeteiligung in
Sandhausen niedriger als im Wahlkreis (52,2 %) und Land (53,4 %). Von den
Wahlanalysen anderer Wahlen ist bekannt, dass eine niedrigere
Wahlbeteiligung eher den großen Parteien schadet und hierbei besonders der
SPD.
- Die Große Koalition im Bund hat eher den Landesregierungen
geholfen und damit der SPD als Oppositionspartei eher geschadet. Dies war
jedenfalls eine weitverbreitete Auffassung verschiedener Experten am
Wahlabend. Es scheint uns schwer gefallen zu sein, unser landespolitisches
Profil und Unterschiede gegenüber der Landesregierung zu zeigen und zu
vermitteln, während auf Bundesebene die Unterschiede durch die Kompromisse
der Großen Koalition oft nicht deutlich werden. Die Kompromisse entsprechen
dabei nicht immer sozialdemokratischen Positionen, aber bei Kompromissen
müssen alle Beteiligten Abstriche ihrer Positionen machen.
-
Möglicherweise gab es nach immerhin fünf Wahl(tag)en in den letzten zwei
Jahren bei einigen eine gewisse Wahlmüdigkeit, weil die Wahlstimme
vermeintlich keinen Einfluss habe und sich nichts ändern werde.
-
Unser engagierter Wahlkampf wurde nicht honoriert. Peter Wirkner war
präsent in Sandhausen – ob bei Hausbesuchen, diversen
Wahlkampfveranstaltungen oder vieler anderer Veranstaltungen und Festen in
Sandhausen. Auch die Spitzenkandidatin Ute Vogt war mehrfach in
Sandhausen.
Die SPD Sandhausen dankt allen Wählern, die der SPD das
Vertrauen geschenkt haben. Sie dankt ganz besonders denen, die sich aktiv
im Wahlkampf eingesetzt haben. Die SPD dankt den Wahlkämpfern für ihre
erbrachte Leistung und ihre eingesetzte Freizeit.
Matthias Horn
(Erstellt: 31.03.2006)
|
|
|