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Es ist eine gute und Tradition, das die SPD am 3. Oktober auf dem
Lége-Cap-Ferret-Platz den Tag der Deutschen Einheit feiert. Die ganze
Bevölkerung ist eingeladen diesen Tag mit uns zu feiern.
Auch wenn
wir den Tag der Deutschen Einheit mit guter Stimmung und Unterhaltung
durch Vanessa, Rainer und Sascha im Vordergrund stehen begehen, so sollte
man doch keinesfalls den Hintergrund dieses Feiertags aus den Augen
verlieren. Denn viele der jüngeren kennen die deutsche Teilung als
Ergebnis des zweiten Weltkrieges nur noch aus den Geschichtsbüchern und
verbinden keine persönliche Erfahrung oder Gefühle mehr damit. Das ist
bedauerlich, aber nun mal die Realität.
Am 3. Oktober 1990 wurde
die über 40-jährige Teilung Deutschlands überwunden. Für viele von uns
waren dies bewegende und unvergessliche Momente. Die ostdeutschen
Mitbürger waren seit dem Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961
eingesperrt und von ihren Verwandten im Westen getrennt. Diese Mauer war
28 Jahre lang das Symbol der deutschen Teilung in der ganzen Welt. In
Erinnerung bleibt vielen das Bekenntnis der freien Welt in Person des
damaligen amerikanischen Präsidenten Kennedy der solidarisch mit den
Bürgern Berlins erklärte „Ich bin ein Berliner“.
In den so
genannten Montagsdemonstrationen gingen unsere Mitbürger im Osten auf die
Straße, um für ihre Freiheit und später für die Einheit unseres Landes und
unserer Nation zu kämpfen. Es gelang ihnen etwas bisher Einzigartiges: eine
Revolution ohne Blutvergießen. Allerdings hing diese friedliche Revolution
an einem seidenen Faden, wie sich später herausstellen sollte.
Der
frühere Tag der Deutschen Einheit, der an den Aufstand der Arbeiter am 17.
Juni 1953 erinnern sollte, ging weniger unblutig von statten. Sowjetische
Panzer schlugen den Aufstand nieder. Denken Sie immer daran, wenn Sie
diesen Feiertag begehen.
Thomas Schulze
(Erstellt: 02.10.2008)
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