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Vielleicht erinnern Sie sich noch an unsere Unterschriftenaktion bezüglich
der Sandhäuser Postfiliale. Wir hatten im Juli und August Unterschriften
gesammelt, um zu erreichen, dass die Postdienstleistungen auch nach dem
Umzug und Übernahme durch einen privaten Betreiber gewährleistet werden.
Nun, die neue Postfiliale ist seit geraumer Zeit in Betrieb, Zeit eine
Zwischenbilanz zu ziehen.
Wir mussten feststellen, dass nicht alles
so geblieben ist, wie es vorher war. Das ist generell ja nichts Schlechtes.
Und in diesem Fall gibt es mittlerweile immerhin längere
Schalteröffnungszeiten. Täglich ist die Post jetzt eine halbe Stunde
länger geöffnet. Auch wurde die Einwurfbox für Überweisungsträger, nachdem
von uns angemahnt, wieder aufgestellt. Das ist für die Postkunden sehr
erfreulich. Dennoch gibt es auch Verschlechterungen festzustellen. Der
EC-Kartenautomat ist außen am Gebäude an einer dunklen Stelle angebracht.
Das beeinträchtigt zum einen das Sicherheitsgefühl vieler Kunden beim
Geldabheben. Zum anderen sehen wir auch die Manipulationsmöglichkeiten am
Kartenlesegerät deutlich erhöht. Darüber hinaus sind die Schließfächer und
der Kontoauszugsdrucker außerhalb der Öffnungszeiten nicht
zugänglich.
Wir regten daraufhin an, den EC Geldautomat doch ins
Gebäudeinnere zu verlegen und den Zugang durch ein Kartenlesegerät zu
ermöglichen. So hätte man dem Sicherheitsgefühl der Bürger und Postkunden
entgegen kommen können und auch die Zugangsmöglichkeiten zu den
Schließfächern rund um die Uhr ausgeweitet. Diese Anregung wurde aus
baulichen und, man höre und staune, sicherheitstechnischen Bedenken
verworfen, „weil die Kartenleser an den Eingängen häufig manipuliert
werden“, so hieß es im Antwortschreiben.
Eine, wie wir finden,
etwas überraschende Begründung. Am Kartenlesegerät des Eingangs wird
angeblich häufig manipuliert. Aber dort wo es was zu holen gibt, am
EC-Kartengerät, offenbar nicht. Diese Antwort kann in keinem Maße
befriedigen.
Aber jetzt kommt es richtig knüppeldick! Letzte Woche
wurden wir von einem Bürger angerufen, der seinen Brief bei einer
Postannahmestelle abgegeben hatte. Zur Klarstellung, es handelte sich
nicht um die neue Postfiliale. Wenige Stunden später wurde ihm der Brief
von einem ehrlichen Finder nach Hause gebracht. Der Brief wurde auf der
Hauptstraße entdeckt. Wir kennen die Arbeitsabläufe der Post nicht und
wissen deshalb nicht wie so etwas passieren konnte. Es ist auch nicht
unsere Aufgabe, das herauszufinden. Wir sehen es aber als unsere Aufgabe,
die Post auf solche Missstände aufmerksam zu machen, damit Ihre Post auch
künftig sicher ihren Bestimmungsort erreicht.
Thomas Schulze
(Erstellt: 14.11.2008)
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