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„Ich bin mehr wert!“, lautet heute das Motto des DGB für den
Internationalen Frauentag. Von der Ungerechtigkeit in Sachen
Lohnabrechnung sind alle Berufsgruppen betroffen, vor allem
Grafikdesignerinnen, Gebäudereinigerinnen, Verkäuferinnen und
Bankkauffrauen. In diesen Berufsgruppen erhalten demnach die Frauen bis zu
28,9 % weniger des Verdienstes im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen.
Bei gleicher Arbeit, wohlgemerkt.
Am 8. März ist Weltfrauentag. Er
geht auf den 8.3.1908 zurück. Damals traten die Arbeiterinnen der
Textilfabrik „Cotton“ in New York in Streik, um bessere Lebens- und
Arbeitsbedingungen zu fordern. Die Fabrikbesitzer und Aufseher schlossen
die Frauen in die Fabrik ein, um den Kontakt und die Solidarisierung mit
anderen Belegschaften zu verhindern. Als plötzlich ein Feuer ausbrach,
starben 129 Arbeiterinnen in den Flammen.
Initiiert durch Clara
Zetkin (1857-1933) fand der erste Internationale Frauentag am 19. März
1911 statt. Millionen von Frauen in Dänemark, Deutschland, Österreich, der
Schweiz und den USA beteiligten sich. Die Wahl dieses Datums sollte den
revolutionären Charakter des Frauentages unterstreichen. Der 18. März war
der Gedenktag für die Gefallenen in Berlin während der Revolution 1848.
Die Festlegung des Internationalen Frauentages auf den 8. März erfolgte
dann 1921.
Die zentralen Forderungen damals waren:
- Kampf
gegen den Krieg - Wahl- und Stimmrecht für Frauen -
Arbeitsschutzgesetze - ausreichender Mutter- und Kinderschutz - der
Achtstundentag - gleicher Lohn bei gleicher Arbeitsleistung -
Festsetzung von Mindestlöhnen
Wie man unschwer feststellt, sind
einige dieser Forderungen immer noch hochaktuell.
1986 feierte der
Frauentag seinen 75. Geburtstag. Dieser Frauentag stand unter dem Motto:
Wir wollen Brot und Rosen!
Das Brot steht für Recht auf Arbeit,
gerechte Entlohnung, gleiche Bildungs- und Ausbildungschancen,
menschgerechte Arbeitsbedingungen, berufliche Entfaltung und Weiterbildung
und eine eigenständige soziale Sicherung für die Frau.
Die Rosen
stehen für die Möglichkeit mit Kindern zu leben und berufstätig zu sein,
familiengerechte Arbeitszeiten, die Befriedigung kultureller Bedürfnisse,
eine menschenwürdige Wohn- und Lebensumwelt, humane Politikformen,
Toleranz und Frieden.
Am Samstag in der Zeit von 9.30 Uhr – 11.00
Uhr, stehen wir deshalb in der Ortsmitte und schenken jeder Frau zu diesem
Anlass eine Rose. Natürlich in SPD-Rot.
Andrea Hambrecht
(Erstellt: 06.03.2009)
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