Presse

 

Dreimal „V“

 


 
 
Link

Zurück zur Übersicht

 


Wir setzten diese Woche die Berichterstattung zur Jahreshauptversammlung fort.

Im Jahr der Kommunalwahlen stößt natürlich der Bericht des Fraktionssprechers auf besonders reges Interesse. Werner Berger begann seinen Bericht mit der Verpflichtungsformel der Gemeinderäte: „Ich gelobe Treue der Verfassung, Gehorsam den Gesetzen und gewissenhafte Erfüllung meiner Pflichten. Insbesondere gelobe ich, die Rechte der Gemeinde gewissenhaft zu wahren und ihr Wohl und das ihrer Einwohner nach Kräften zu fördern.“ Bei der Erfüllung dieser Pflichten lassen wir von der SPD von den 3 „V“ leiten: Vertrauen, Vernunft und Verlässlichkeit. Ein Beleg dafür ist die Verleihung der silbernen Ehrennadel des Gemeindetages an GR Günter Köhler und des Bundesverdienstkreuz am Bande an GR Roland Sohns im vergangenen Jahr.

Nicht glücklich war die SPD über das Ergebnis bei der Abstimmung über die Vergabe der Jagdpacht. Bot doch der vorhergehende Jagdpächter keinen Grund zur Klage. Leider müssen wir feststellen, dass dies auf den aktuellen Pächter der Jagd nicht zuzutreffen scheint, wie uns von Seiten der Bevölkerung mitgeteilt wurde.

Im vergangenen April wurde dem GR von der Polizei die Kriminalstatistik vorgestellt. Im Gegensatz zu anderen Gemeinden zeigt Sandhausen keine Auffälligkeiten, lernten wir vom Vertreter der Polizei damals. Die Zahl der Straftaten sank im Jahr 2007 sogar. Nur 1,5 % der Jugendlichen sind straffällig geworden. Wenn man von einem Problem der Täterschaft von Jugendlichen überhaupt sprechen kann, dann ist hier nicht nur die Polizei gefordert, sondern die gesamte Gesellschaft mit Betreuungs- und Erziehungsmaßnahmen.

Erfreulich war die Ausweitung des Kinderbetreuungsangebots bei einer gleichzeitigen Minimierung der Kosten. Zwar gibt es gemessen am Bedarf immer noch Unterdeckungen, aber die SPD wird bei diesem Thema weder rasten noch ruhen bis eine bedarfsdeckende Versorgung mit Betreuungsplätzen erreicht ist.

Zum Dauerbrenner machte GR Frieder Flory den Abriss der Baracken in der Schulstraße. Zugleich ist dieses Beispiel aber auch der Beweis, dass steter Tropfen den Stein höhlt. Nur weil Flory in seinen Bemühungen nie nachließ und die Gemeindeverwaltung auf jeder Sitzung diesbezüglich nachhakte konnte letztendlich das Ziel erreicht werden.

Die Sicherheit der Bürger lag der SPD ebenfalls am Herzen. Die Ausstattung der Feuerwehr mit einsatzbereiten Fahrzeugen oder mit Atemschutzmasken sind 2 Beispiele die im letzten Jahr auf der Tagesordnung des Gemeinderats standen. Für uns gilt Sicherheit ist unbezahlbar. Bei verschiedenen Beleuchtungsprojekten gibt es Erfolge und Misserfolge zu verzeichnen. An der Ecke Am Forst / Seegasse gilt es Angsträume zu vermeiden. Leider sieht das nicht jeder so. Bei der Beleuchtung des Wegs nach Walldorf haben es die Radler und Fußgänger dem SV Sandhausen zu verdanken, nicht mehr im Dunkeln tappen zu müssen. Gerade in der dunklen Jahreszeit kommt es hier zu brenzligen Situationen. Mit Befremden nahmen wir die Kosten der Verlängerung der Bahnsteige zur Kenntnis. Bei 1000 Euro pro Meter Bahnsteig muss man sich schon fragen, wie das zu Stande kommt und das taten wir dann auch.

Hohe Wellen schlägt derzeit der Rückbau der L600 zwischen Umspannwerk und Bruchhausen, die eine Mehrbelastung der nördlichen Ortsstraßen durch Verkehrsverlagerungen mit sich bringt. Wir können nur hoffen, dass unsere Verwaltung auf politischem Wege etwas erreichen kann und das letzte Wort noch nicht gesprochen ist.

Das etwas für die Belebung des Ortskerns getan werden muss, ist mittlerweile eine unumstößliche Tatsache.

Disharmonien im Gemeinderat könnten auch entstehen durch die unterschiedliche Position zur Vergabe von Sicherheitsaufgaben an einen privaten Sicherheitsdienst. Wir sehen es nach wie vor nicht ein, 50.000 Euro für einen Sicherheitsdienst auszugeben, der keinerlei rechtliche Befugnisse besitzt. Das wären die bestbezahlten Spaziergänger Sandhausens.

Thomas Schulze

(Erstellt: 03.04.2009)