Presse

 

Privater Sicherheitsdienst vom Tisch

 


 
 
Link

Zurück zur Übersicht

 


Ganz außerordentlich erfreut nehmen wir den Richtungswechsel der Verwaltung in Sachen „schwarze Sheriffs“ zur Kenntnis. Selbstverständlich sind uns Ruhestörungen und Sachbeschädigungen in den Abend- und Nachtstunden genauso ein Dorn im Auge wie allen anderen Sandhäuser Bürgern. Nur muss man auf solche Auswüchse angemessen reagieren. Mit einem privaten Ordnungsdienst, der in den Abend- und Nachtstunden durch Sandhausen patrouillieren, hätten wir in Sandhausen ohne Zweifel den Bogen überspannt. Davon abgesehen, verfügt ein privater Ordnungsdienst über keinerlei Handhabe, für Ruhe zu sorgen, da er nicht mit hoheitlichen Rechten ausgestattet ist. Diese hat nur die Polizei.

Wir heften es uns an die Brust, dass dieses Vorhaben jetzt von der Verwaltung zu den Akten gelegt wurde und begrüßen das mutige Umdenken. Von Anfang an war es die SPD allein, die unmissverständlich klar gemacht hat, dass ein solcher Sicherheitsdienst in Sandhausen mit ihr nicht zu machen ist. Stattdessen befürworteten wir in Sandhausen das Eppelheimer Modellprojekt eines „mobilen sozialpädagogischen Krisenteams“, das an den Wochenenden in den Abend- und Nachtstunden bei uns unterwegs sein wird. Wir setzen auf die Kraft des Wortes eines geschulten Personals.

Das Eppelheimer Projekt setzt natürlich auch in gewisser Weise Ihre Mitarbeit voraus. Es nützt natürlich nichts, wenn Sie sich erst am nächsten Tag über Ruhestörungen in der Nacht beklagen. Wenn Sie sich gestört fühlen, sollten Sie sofort die von der Verwaltung in den Gemeinde-Nachrichten regelmäßig veröffentlichen Telefonnummern anrufen. Innerhalb von 10 Minuten würde dann das Mobile Krisenteam vor Ort sein. Wir setzen unsere ganze Zuversicht in dieses Projekt.

Entscheidend aber ist, warum kommt es immer wieder zu solchen Lärmbelästigungen, Sachbeschädigungen und Vermüllungen auf öffentlichen Plätzen? Ganz offensichtlich ist es doch so, dass unsere Jugendliche bisher keinen von Ihnen akzeptierten Treffpunkt haben. Im Winter innerhalb geschlossener Räume und im Sommer auch im Freien. Hier müssen wir unbedingt Abhilfe schaffen. Jugendliche können sich unter der Internetadresse www.deineStimme.jugendnetz.de Gehör verschaffen, wenn sie den Gang oder das Telefonat mit dem Rathaus scheuen.

(Erstellt: 30.04.2009)