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Vom unbelebten Lege-Cap-Ferret-Platz führte unsere Gemeinde Radtour zum
Bahnhof St. Ilgen-Sandhausen. Er ist einer der Belege für die
Erfolgsgeschichte der S-Bahn. Dieser Erfolg ist sehr erfreulich bringt
aber auch Nachteile mit sich. Überfüllte Züge zu den Stoßzeiten führen
dazu, dass die ansonsten bequemen Bahnen gar nicht mehr angenehm sind. Die
Bahn reagierte und möchte künftig längere Züge einsetzen, um mehr
Passagieren bequemer Platz zu bieten. Dazu reichen aber die vorhandenen
Bahnsteige nicht aus und müssen für ordentlich viel Geld verlängert
werden. Das sind uns die ÖPNV-Nutzer wert, schließlich tragen Sie zur
angestrebten Reduzierung den Autoverkehrs bei, entlasten so Sandhausens
Straßen und nicht zu letzt die Anwohner der Hauptverkehrsachsen. Vom
Bahnhof ging’s dann auf der neuen Gottlieb-Daimler-Straße ins neue
Gewerbegebiet Büchertstraße. Es ist der SPD immer ein Anliegen
Arbeitsplätze im Ort zu schaffen. Sie bringen für unser Gemeinwesen eine
Einnahmequelle in Form von Gewerbesteuereinnahmen. Bei dieser Gelegenheit
nahmen wir auch gleich noch den Standort der Containerwohnanlage in
Augenschein. Die Gemeinde muss aufgrund gesetzlicher Bestimmungen
Unterkünfte für in Notgeratene Menschen vorhalten. Der Standort in der
Randlage Sandhausens wurde von den Teilnehmern sehr engagiert
diskutiert.
Von dort aus war es nur noch ein Katzensprung zur
Kleingartenanlage und dem Versickerungsteich. Eine beschlossene
Bebauungsplanänderung sieht vor zwischen diesen beiden Locationen
(Örtlichkeiten) einen Bolzplatz und eine Geländebahn für Fahrräder für
Jugendliche zu errichten. Auch hier wurde die Randlage hinterfragt: Wird
dieses Freizeitgelände auch wirklich von den Sandhäuser Jugendlichen
genutzt oder eher von Jugendlichen anderer nahen Orte? Lädt die Lage so
weit vom Schuss nicht zu unerwünschten Aktivitäten ein? Was ist im Falle
eines Unfalls auf der Geländebahn oder Verletzungen auf dem Bolzplatz?
Eine gewisse Skepsis ist angebracht.
Die Umgehungsstraße stellt
hier nicht nur eine psychologische Trennlinie dar, sondern birgt ein
Gefahrenpotenzial. Denn an dieser Stelle ist die L598 fast niveaugleich
mit dem Gelände ringsherum und muss unbedingt sicherheitstechnisch
abgeschirmt werden.
Nächste Station war das neue AWO-Lädle. Hier
wurde ebenfalls sehr offen diskutiert, ob der neue Standort wirklich
optimal ist. Sprich, ob es nicht sinnvoller gewesen wäre das Internet-Café
der AWO in Schulnähe zu installieren und den Laden lieber in den
Räumlichkeiten in der Schulstraße zu belassen. Glücklicherweise war der
AWO Vorsitzende Markus Qreini mit auf der Tour dabei und konnte den
Teilnehmern erklären, dass es für beide Varianten Vor- und Nachteile gibt
und die AWO erst einmal herausfinden möchte, wie das AWO-Lädle am
Schulzentrum angenommen wird. Einige Gemeinderäte kritisierten, dass der
Gemeinderat, ohne vorherige Aussprache, mit der neuen Lokalität des Lädles
von der Verwaltung vor vollendete Tatsachen gestellt wurde.
Vom
AWO-Lädle ging’s anschließend weiter zur Ecke Seegasse / Am Forst. Dort
stellten wir wiederholt fest, dass hier zur Erhöhung der
Verkehrssicherheit eine Verlängerung der Beleuchtung in beiden Straßen
notwendig ist. Wir haben in der Vergangenheit mehr als deutlich darauf
hingewiesen. Wahrscheinlich ist es wie immer: Es muss erst ein Unfall
passieren bevor die Einsicht der Notwendigkeit auch bei anderen
entsteht.
Vor Abschluss auf dem traditionellen Waldfest des
Arbeitergesangvereins, führte uns die Gemeinde Radtour noch zur
Fetenhütte. Die Fetenhütte wurde ursprünglich konzipiert, um es
Jugendlichen zu ermöglichen Partys oder Feten zu feiern. Unser Eindruck
ist, dass diese Fetenhütte kaum von Jugendlichen genutzt wird. Eine
Befragung ergab, dass den Schülern überhaupt nicht bekannt ist, dass die
Hütte für sie erstellt wurde. Die Jahrgangsfeten finden deshalb
hauptsächlich in Nussloch statt. Um die Attraktivität der Hütte für
Jugendliche zu steigern schlagen wir vor, den Klassen oder Jahrgängen die
Hütte mietfrei und nur gegen Hinterlegung einer Kaution zur Verfügung zu
stellen.
(Erstellt: 15.05.2009)
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