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Es ist ein Ärgernis. In jedem Haushalt fallen immer mal wieder ganz
„normale“ Schadstoffe an, wie z.B. Lacke, Verdünner, Lösemittel,
Autopflegemittel, Fleckentferner, um nur einige gebräuchliche Schadstoffe
zu nennen. Umweltbewusste verwenden seit einigen Jahren Energiesparlampen,
die ebenfalls in diese Kategorie fallen. Doch wohin damit, wenn diese
Chemikalien nicht vollständig aufgebraucht wurden, bzw. die Sparlampe
ihren Geist aufgibt?
Noch vor einigen Jahren gab es in Sandhausen
regelmäßig Termine auf dem Festplatz, an denen man seinen gesammelten
Schadstoffmüll abgeben konnte. Mittlerweile spart der AVR bei dieser
Dienstleistung auf Kosten des Umweltschutzes. Denn jetzt muss man durch
die Gegend zu den einzelnen Abgabestellen des AVR fahren, um den Müll
loszuwerden. Die Alternative, um diesen Mülltourismus zu vermeiden ist,
die Schadstoffe werden unsachgemäß im Hausmüll entsorgt. Für uns von der
SPD wird dieser Zustand nicht mehr länger akzeptiert, schon gar nicht,
wenn der AVR argumentiert, dass es sich nicht lohnt, die kleinen
Ortschaften anzufahren. Hier erkennt man wieder einmal, dass die
betriebswirtschaftliche Sicht zu kurz greift. Denn werden die Schadstoffe
unsachgemäß in nicht dafür vorgesehenen Deponien entsorgt, bildet sich
dort ein Giftcocktail, dessen Schaden für die Umwelt unüberschaubar ist.
Gelangt diese brisante Mischung ins Grundwasser oder gar ins Trinkwasser,
verursacht sie weit höhere Folgekosten als einige Abholtermine vor Ort.
Gerade von einem Unternehmen, das mit den Attributen „Umweltbewusst,
wirtschaftlich, zukunftsorientiert“ für sich wirbt, hätten wir ein
nachhaltigeres Verhalten erwartet. Aber es wird wohl so sein wie immer:
Nur eine schöne Marketingfassade. Die SPD wird sich dafür einsetzen, dass
Sandhausen nicht länger ein weißer Fleck auf der AVR-Landkarte
bleibt.
Thomas Schulze
(Erstellt: 21.08.2009)
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