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SPD-Bundestagskandidat gab Visitenkarte im Sandhäuser Rathaus ab

 


 
 
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Pünktlich wie ein Maurer traf unser Bundestagskandidat Dr. Lars Castellucci zu einer Stippvisite im Sandhäuser Rathaus ein, wo ihn Bürgermeister Georg Kletti freundlich empfing. Auch einige SPD-Ortsvereinsmitglieder waren gekommen, um Castellucci einen warmen Empfang zu bereiten.

Nach der Begrüßung stellte unser Bürgermeister unsere Gemeinde vor, die schon bald 750 Jahre alt werden wird.

Zunächst erläuterte er die Einwohner- und Flächenentwicklung der Gemeinde. Seit 1951 hat sich die Einwohnerzahl verdreifacht und die besiedelte Fläche sogar vervierfacht. Seit 1991 hat sich die Zahl der über 70-Jährigen verdoppelt und die Zahl der unter Dreijährigen halbiert. Diese Entwicklung ist nicht außergewöhnlich, man muss aber entsprechend reagieren.

Zum privaten Wohnungsbau bzw. den Sanierungsmaßnahmen erwähnte Sandhausens Bürgermeister, dass seit 1978 ca. 5,2 Mio. Euro an Fördermitteln von Bund und Land geflossen sind. Geld, das auch dem örtlichen Handwerk zugutegekommen ist.

„Kinderbetreuung wird in Sandhausen großgeschrieben“ so Kletti weiter. Neben dem Geld, das in Investitionen, für Kindergärten, Kinderhort und verlässliche Grundschule gesteckt worden ist, bezuschusst unsere Gemeinde die Kinderbetreuung mit ca. 1,7 Mio. Euro jährlich für die laufenden Kosten. Zusätzlich investierte Sandhausen seit 1981 8,5 Mio. Euro in Grund-, Haupt-, Förderschule und Gymnasium.

Für die 60 Vereine in Sandhausen greifen Gemeinderat und Verwaltung ebenfalls tief in die Tasche und investierte seit 1991 ca. 10 Mio. Euro in Sportstätten oder Versammlungsräume. 1,1 Mio. Euro fallen jährlich an laufenden Kosten an.

Die Gemeindefinanzen sind in Sandhausen geordnet auch wenn nur 30 Prozent unserer Einnahmen von unserer Gemeinde selbst erwirtschaftet werden und 70 Prozent von Bund und Land hinzugeschossen werden müssen.

Gegenwärtig investiert die Gemeinde viel in die energetische Sanierung einiger Liegenschaften wie Rathaus, Grundschule, Hardtwaldhalle und Friedrich-Ebert-Schulzentrum, aber auch in die Sanierung der Abwasserkanäle.

Nach der Präsentation dankte Dr. Lars Castellucci Bürgermeister Kletti für den informativen Vortrag. Er selbst ging die letzten 10 Jahre als Wieslocher Gemeinderat durch die kommunalpolitische Schule. Dies sei ein wertvoller Erfahrungsschatz, den er nicht missen möchte, auch wenn er sich jetzt für eine höhere politische Ebene bewerbe. Es freut ihn persönlich, dass in Sandhausen das Geld in Bildung und Energieeffizienz investiert wird. Ein Standortvorteil Sandhausens sei mit Sicherheit die Anbindung an die S-Bahn und eine gute Busverbindung. In seiner Tour durch den Wahlkreis komme er auch in Orte, die weniger begünstigt sind. Dort verläuft der demographische Wandel schärfer und die Bürgermeister kämpfen oft für den Erhalt der letzten Apotheke oder des letzten Arztes vor Ort. Das sind Probleme, mit denen sich Sandhausen glücklicherweise nicht beschäftigen muss.

(Erstellt: 11.09.2009)