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Auch wenn es nach Entäuschungen noch so schwer fällt, die Kommunalpolitik
geht weiter und die der SPD Fraktion ist sich der vom Wähler übertragenen
Verantwortung bewusst.
„Die zwingende Notwendigkeit einen
Nachtragshaushalt zu erstellen liegt anhand der Summierungen nicht vor“,
so Frieder Flory bei seiner Stellungnahme zum Nachtragshaushalt für das
Jahr 2009. Doch sind verschiedene Einzelpositionen in einer Größenordnung,
die diesen aus Gründen der Haushaltswahrheit empfehlen.
Letztendlich
müssen wir in Sandhausen trotz wichtiger energetischer und kostenintensiver
Zukunftsinvestitionen nur 157.000 Euro mehr, als ursprünglich geplant, aus
der Rücklage entnehmen. Dies wird möglich, weil wir hohe Zuschüsse aus dem
Konjunkturprogramm der Bundesregierung abschöpfen können und sich
Gewerbesteuer und die Grundstückserlöse überraschend positiv entwickeln.
Wir sind dadurch in der komfortablen Lage antizyklisch zu investieren und
den Wirtschaftsabschwung im Rahmen unserer Möglichkeiten abzufedern.
Darüber hinaus versuchen wir das günstigere Preisniveau während der Krise
auszunutzen und Geld bei den Einzelmaßnahmen zu sparen. So haben wir von
der SPD dem Nachtragshaushalt gerne zugestimmt.
Wenn man auf einer
Seite wesentlich mehr Geld ausgibt, um wichtige Zukunftsinvestitionen zu
tätigen, bedarf es auf der Anderen Erläuterungen, weshalb man wenige
Minuten später einer Haushaltsperre zustimmt. Diese Haushaltssperre, die
bis Ende des Jahres gilt, ist auf Ausgabenpositionen beschränkt, die
ausschließlich unsere eigene Verwaltung betreffen. Planungsansätze für
unsere Schulen sind davon unberührt. Das war uns wichtig, denn für uns ist
Bildung ein Recht und hier zu sparen, wäre am falschen Ort
gespart.
Der Hauptzweck dieser Haushaltssperre liegt ohnehin in der
Sensibilisierung der Mitbürger und politisch Verantwortlichen sowie der
Vorbereitung auf das schwierige Haushaltsjahr 2010. Denn mit einem
geschätzten Einsparvolumen von 70.000 Euro ist ein Haushalt nicht zu
retten. Doch auch Kleinvieh macht Mist. Als positiv sehen wir für das Jahr
2010, dass einige Investitionen des Vermögenshaushalts, die zu einem
späteren Zeitpunkt anvisiert waren, mit dem Nachtragshaushalt erledigt
werden und somit in späteren Jahren nicht mehr anfallen.
Thomas
Schulze
(Erstellt: 02.10.2009)
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