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Die SPD Sandhausen fordert faire Arbeitsbedingungen für die neue
Schleckerfiliale.
Mit einer größeren Verkaufsfläche, einer
optischen Aufwertung und neuem Firmenlogo eröffnete am Freitag, den 27.
November eine neue Schlecker XL-Filiale in Sandhausen. Die bisherige
Schleckerfiliale wurde wenige Tage zuvor geschlossen. Deren Beschäftigte
wurden nicht in der neuen Schlecker XL-Filiale übernommen, sondern nach
Reilingen und Hirschhorn versetzt. Die Schlecker XL-Filiale bedient sich
bei einem Personaldienstleister der Leiharbeit, wodurch sich die Position
und soziale Absicherung der Beschäftigten drastisch ändert. Tarifverträge
werden umgangen und sozialer Schutz unterbunden. Z.B ist ein prekärer
Stundenlohn von 6,78 € die Regel, im Gegensatz zu ca. 12 € vorher. Eins
ist sicher: Eine Familie kann man davon nicht ernähren. Im Gegenteil, die
Wahrscheinlichkeit, dass man sein Einkommen mit zusätzlichen staatlichen
Transferleistungen aufstocken muss ist hoch. Wenn man so will, finanziert
die Allgemeinheit die Niedriglöhne der Firma Schlecker XL. Ein sehr
ärgerlicher Gedanke finden wir.
Die SPD Sandhausen fordert
deshalb:
- faire Arbeitsbedingungen, - keine prekären
Arbeitsverhältnisse und - die Anerkennung des Tarifvertrags des
Einzelhandels.
Um diese Forderung deutlich zu unterstützen,
beteiligte sich die SPD Sandhausen am vergangenen Freitag an der
ver.di-Mahnwache. Die Kunden konnten bei dieser Aktion ihre Unterstützung
für unsere soziale Forderung mit der symbolischen Vergabe der „roten Karte
an Schlecker“ zeigen. Nach ca. einer halben Stunde eilte, die vom Vermieter
gerufene Polizei herbei, um die Personalien der Demonstranten aufnehmen.
Dies wurde von den meisten allerdings verweigert.
Die SPD
Sandhausen demonstrierte mit der Teilnahme an dieser Mahnwache ihre
Solidarität mit den bisherigen Mitarbeitern von Schlecker, sowie mit den
schlecht bezahlten Beschäftigten der Schlecker XL. Dieses Verhalten in
Gutsherrenmanier zeigt einmal mehr, dass das Gleichgewicht der Kräfte
zwischen Beschäftigten und „Arbeitgebern“ nicht immer gewahrt ist. Jeder
Kunde von Schlecker XL muss sich in Zukunft fragen, ob er durch seinen
Einkauf solche Verhältnisse unterstützen möchte. In der heutigen Zeit kann
jeder der nächste Betroffene sein.
Thomas Schulze
(Erstellt: 04.12.2009)
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