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Sandhäuser Maitour

 


 
 
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„Sehr interessant, weil man auch die Hintergründe einiger kommunalpolitischer Vorhaben erfährt“, so äußerte sich eine Teilnehmerin an unserer Radtour am ersten Mai. Genau dies war unsere Absicht. Kilometerfresser sind deshalb nicht auf ihre Kosten gekommen, wohl aber diejenigen, die sich kommunalpolitisch informieren wollten. Und so fuhren wir die Stellen in Sandhausen an, für die der Gemeinderat entweder in jüngster Zeit schon Beschlüsse gefasst hat oder für die, nach unserer Meinung dringender Verbesserungsbedarf besteht.

Treffpunkt war der Festplatz, der gleich zwei kommunalpolitische Vorhaben zu bieten hat. Zum einen das sanierungsbedürftige Rathaus, in dem es im Winter eiskalt und im Sommer brütend heiß ist. Mit viel Geld versuchen wir nun die Energiebilanz des Rathauses zu verbessern. Auf der anderen Seite befindet sich im Keller der Festhalle unser Jugendtreff. Hier sollten wir als ersten Schritt über eine Verlängerung der Öffnungszeiten nachdenken. Das wäre nach unserer Ansicht der kostengünstigste Schritt dessen, seine Attraktivität zu steigern.

Nach der Festplatzrunde war eine kurze Etappe Richtung Bruchhausen angesagt, bei der wir das künftige Gewerbegebiet Mühlfeld in Augenschein nahmen und mit der L600 einen richtigen Brennpunkt vor uns liegen sahen. Sie sind bereits informiert. Der Abschnitt der L600 zwischen Umspannwerk und der Einmündung aus Sandhausen muss zurückgebaut werden. Es handelt sich hierbei um eine Ausgleichsmaßnahme für die B535 zwischen Leimen und der A5, dem sogenannten „Ehrbar-Zubringer“ nach dem früheren Oberbürgermeister der Stadt Leimen. Die Folgen: eine beträchtliche Zunahme des Autoverkehrs im nördlichen Bereich Sandhausens, betroffen sind vor allem die Hauptstraße und die Carl-Benz-Straße. Auch wenn die Aussicht auf Erfolg gering ist, so unterstützen wir doch die Unterschriftenaktion der CDU, sich dagegen zur Wehr zu setzen. Leider sehen wir im Moment in Sandhausen keinen gleichwertigen Ersatz als alternative Ausgleichsmaßnahme.

Nach so viel Aufregung um den Rückbau der L600 hatten wir uns erst einmal eine Rast beim Maifest der Landjugend in Bruchhausen verdient. „Erholt und gestärkt“ ging’s zurück nach Sandhausen zum Lege-Cap-Ferret-Platz. Die meisten Teilnehmer fragten sich, warum wir hier Station machen, obwohl dort überhaupt nichts los war. Und genau hier liegt das Problem. Der Ortsmittelpunkt ist am 1. Mai, der von vielen Bürgern als Ausflugstag genutzt wird und auch ansonsten, ruhiger als ein Friedhof. Alle Teilnehmer waren sich einig, hier muss unbedingt Abhilfe geschaffen werden. Ein Vorschlag aus der Teilnehmergruppe war, nach Umzug des Polizeipostens könnte im Untergeschoss des Gebäudes am Lege-Cap-Ferret-Platz ein Cafe eröffnet werden. Die Gemeinde sollte dazu die Räumlichkeiten zur Verpachtung ausschreiben. Ein interessanter Vorschlag, den wir gerne an die Gemeindeverwaltung zur Prüfung weiterreichen werden.

(wird fortgesetzt)

Thomas Schulze

(Erstellt: 08.05.2009)