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Jahresabschluss 2008

 


 
 
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Bereits letzte Woche hatten wir an dieser Stelle über die Meinung der SPD zum Nachtragshaushalt und zur Haushaltssperre berichtet. Heute müssen wir zunächst mit einem trockenen, aber dennoch wichtigen Zahlenwerk fortfahren. Der Jahresabschluss2008 stand ebenfalls auf der letzte Gemeinderatssitzung zur Aussprache. Wie bereits in vergangenen Jahren ist die SPD-Fraktion auch in diesem Jahr wieder froh und sieht sich bestätigt, dass Vorhersagen bzw. Planungen und Realität wohltuend auseinander lagen.

Trotz eines höheren sachlichen Aufwands haben die deutlichen Einnahmeverbesserungen ein tolles Ergebnis ermöglicht.

„Ein Ergebnis“, so Frieder Flory, “das ich für meine Kollegen schon seit Jahren hier auch richtig prognostizierte.“ Statt der geplanten 2,5 Mio. Euro konnten wir im Verwaltungshaushalt tatsächlich 4 Mio. dem Vermögenshaushalt zuführen.

Trotz der künftigen allgemeinen Verschlechterung der Situation der Kommunen sollten wir in Sandhausen dennoch in der Lage sein, erforderliche Haushalte in den nächsten Jahren verantwortungsbewusst zu verwirklichen. Die Schere zwischen „wünschenswert“ und „machbar“ ist weiter auseinander gegangen. Vieles können wir uns schlicht und ergreifend nicht mehr leisten.

Die Sandhäuser SPD wird mit Beibehaltung der verantwortungsvollen Kompetenz auch für das nächste Jahr einen den Erfordernissen entsprechenden Haushalt planen.

Im Vermögenshaushalt 2008 waren 107.000 Euro Entnahme aus den Rücklagen eingeplant, stattdessen können erfreulicherweise ca. 1 Mio. Euro zugeführt werden.

Positiv zu erwähnen, dass viele der in die Planung gelangten Haushaltsvorschläge der SPD-Fraktion umgesetzt werden konnten. Aber eben doch noch nicht alle. Angesichts der schlechten Aussichten werden einige von ihnen erst einmal aufgeschoben werden müssen. Das ist bedauerlich, aber das Leben ist leider kein Ponyhof.

Die Rücklagen der Gemeinde belaufen sich derzeitig auf fast 5 Millionen. Unser Gesamtvermögen ist nicht über Kredite finanziert. Lediglich unbedeutende 0,28 % davon. Wir haben mit der geringen Pro-Kopf-Verschuldung von nur 17,2o Euro Beispielgebendes für unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger erreicht und uns die Handlungsspielräume für die Zukunft aufbewahrt. Aber eben Handlungsspielräume, die verstärkt dafür verwendet werden müssen, dass sich Sandhäuser in ihrer „Wohlfühlgemeinde“ auch wohl fühlen können.

Ein ganz so rosiges, schon eher fatales Bild, beim Wasserwerk. Bereits im vergangenen Jahr erkannten wir von der SPD, dass wir unsere Planung straffen müssen, hatten dies getan, aber es war leider nicht ausreichend. Ein geplanter Gewinn führte real zu 180.000 Euro Verlust.

Der Verlustvortrag des Wasserwerks hat sich auf EUR 660.000 Euro erhöht. Sollte 2009 der geplante Gewinn eintreffen, wären es immer noch 534.000 Euro. Das ist viel zu viel, und entspricht 0,74 Euro pro verbrauchtem Kubikmeter Wasser.

Wir müssen reagieren! Eine von der Verwaltung getroffene Feststellung zur Gebührenerhöhung wird wohl nicht an uns vorbeigehen. Unvorhergesehene, ja einmalige Wasserverluste von 15 % bestätigen uns, dass durchgeführte Sanierungsmaßnahmen 2008 und 2009 erforderlich waren und 2010 fortgesetzt werden müssen. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Die optisch gute Platzierung unserer Gemeinde bei der Verschuldung der Wasserversorgung zum Landesdurchschnitt sollte uns hier nicht veranlassen, den Kopf in den Sand zu stecken.

(Erstellt: 16.10.2009)