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Die Wahl unseres neuen Landesvorstands auf dem Landesparteitag Ende
November in Karlsruhe nahm breiten Raum ein. In der Presse wurde darüber
bereits detailliert berichtet. Am zweiten Tag des Landesparteitags aber
stand die Antragsberatung im Mittelpunkt der Veranstaltung. Der
Landesvorstand hatte zu einigen Politikfeldern diverse Leitanträge
eingereicht. Auch viele Ortsvereine und Kreisverbände hatten eigene Ideen
als Themen des Parteitags entwickelt
wie:
• Verkehr, • Wirtschaft, • Arbeits- und
Sozialpolitik, • Bildung, • Ernährung, Landwirtschaft und
Verbraucherschutz • Finanzen und
Steuern • Gleichstellung • Innenpolitik und Wahlrecht
und • Parteileben.
Beim Thema Verkehr stand das Bahnprojekt
„Stuttgart 21“ im Mittelpunkt der Debatte. Selbstverständlich ist es
höchst umstritten, wenn in den Aus- bzw. Umbau des Stuttgarter
Hauptbahnhofs Milliarden Euro investiert werden, dieses Geld aber dann in
der Fläche fehlt, um den öffentlichen Nahverkehr besser auszubauen. Auch
wir vor Ort wissen mittlerweile eine gut ausgebaute S-Bahn zu schätzen.
Lange Zeit wogte die Debatte zwischen Gegnern und Befürwortern hin und
her, bis schließlich der Ulmer Oberbürgermeister Ivo Gönner, der
Fraktionssprecher der SPD im Landtag Claus Schmiedel und der ehemalige
Fraktionssprecher Wolfgang Drexler in engagierten Reden das Ruder zu
Gunsten der Befürworter herumwarfen.
In Sachen Bildung ist die SPD
der Auffassung den Schulträgern einen Rechtsanspruch auf die Genehmigung
innovativer Schulkonzepte zu erteilen, die es ermöglichen Kinder länger
gemeinsam lernen lassen.
An den Hauptschulstandorten sollen
grundsätzlich 10 Schuljahre für alle Schülerinnen und Schüler vorgehalten
werden und neben dem Hauptschul- und Werkrealschulabschluss auch der echte
Realschulabschluss möglich sein.
Die verbindliche, dreistufige
Grundschulempfehlung soll abgeschafft und den Eltern nach einer
qualifizierten Beratung das Recht eingeräumt werden, selbst über die Wahl
der weiterführenden Schule zu entscheiden.
Gymnasien sollen
innerhalb des G8 auch einen parallelen neunjährigen Zug zum Abitur
einrichten können.
Bei solchen Debatten war es kaum verwunderlich,
dass der Zeitrahmen nicht eingehalten werden konnte. Den Anwesenden fiel
das aber kaum auf, denn die zwei Tage von Karlsruhe haben auf jeden Fall
gezeigt, dass Politik spannend sein kann, vor allem bei der
SPD.
Thomas Schulze
(Erstellt: 11.12.2009)
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