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Jahrelang führte der AVR in Sandhausen keine Schadstoffsammlungen mehr
durch. Dabei fallen in jedem Haushalt immer wieder ganz „normale“
Schadstoffe an. Z.B. Lacke, Verdünner, Lösemittel, Autopflegemittel,
Fleckentferner, um nur einige Chemikalien zu nennen. Sie alle gehören in
die Kategorie der Schadstoffe und müssen separat entsorgt werden. Eine
detaillierte Liste können Sie dem AVR Serviceheft entnehmen. Doch wohin
damit, wenn diese Chemikalien nicht vollständig aufgebraucht werden? Sie
können an verschiedenen Abgabestellen des AVR angeliefert
werden!
Eine zeitsparende Alternative, um diesen Mülltourismus zu
vermeiden ist es, die Schadstoffe unsachgemäß im Hausmüll zu entsorgen
oder wie schon oft gesehen im Wald. Für uns von der SPD war dies ein
untragbarer Zustand, schon deshalb, weil der AVR argumentierte, dass es
sich nicht lohnt, die kleinen Ortschaften anzufahren. Hier erkennt man
deutlich, dass die betriebswirtschaftliche Sicht zu kurz greift. Denn
werden die Schadstoffe unsachgemäß in nicht dafür vorgesehenen Deponien
entsorgt, bildet sich dort ein Giftcocktail, dessen Schaden für die Umwelt
unüberschaubar ist. Gelangt diese brisante Mischung ins Grundwasser oder
gar ins Trinkwasser, verursacht sie weit höhere Folgekosten als einige
Abholtermine vor Ort. Von den gesundheitlichen Auswirkungen für den
Menschen ganz zu schweigen. Die Leidtragenden sind in diesem Fall nicht
die Verursacher, sondern die nachfolgenden Generationen.
Auf
Anregung der SPD Sandhausen wird deshalb dieses Jahr am 13. März zwischen
8 und 12 Uhr erstmals wieder eine Schadstoffsammlung durch den AVR auf dem
Festplatz durchgeführt. Künftig müssen wir Sandhäuser nicht mehr durch zu
den einzelnen Abgabestellen des AVR fahren, um die Problemstoffe
loszuwerden. Wir in Sandhausen haben durch diese kleine zusätzliche
Dienstleistung des AVR einen großen Schritt beim Umweltschutz
getan.
Thomas Schulze
(Erstellt: 05.03.2010)
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