Kriminalstatistik 2015: Auch an Opfer denken und bitte nicht wegschauen

Veröffentlicht am 01.06.2016 in Gemeindenachrichten

Die wichtigste und erfreulichste Nachricht zuerst: Laut der polizeilichen Kriminalstatistik sind die registrierten Straftaten in Sandhausen auf den niedrigsten Stand der letzten 10 Jahre.

Sandhausen ist damit objektiv betrachtet ein Stück sicherer geworden. Für die SPD-Fraktion jedoch noch keinen Grund zur Beruhigung. „Der Begriff Sicherheit ist ein schwieriger. Manche Menschen fühlen sich nicht sicher, obwohl es eigentlich keinen Grund dafür gibt. Das darf man aber nicht einfach so abtun“, so Fraktionsvorsitzender Thomas Schulze. Bei der Bewertung der Statistik müsse man schon ein wenig genauer hinschauen.
Der Anstieg der Körperverletzungsdelikte, liege zum fünften Mal hintereinander über dem 10-Jahres-Mittelwert. Die hohe Aufklärungsquote von mehr als 90 Prozent sei da nur ein schwacher Trost für die Opfer.
Weiterhin sei der Anstieg der Straßenkriminalität problematisch. So heißt es in dem Bericht: „Gerade weil hierdurch auch eine Vielzahl von Bürgern potentielle Opfer oder Zeugen von Straftaten sind, lässt sich mit dem Begriff Straßenkriminalität einerseits die Wahrnehmbarkeit von Kriminalität im öffentlichen Raum ableiten und andererseits das persönliche Opferrisiko beschreiben. “Auch die Anzahl der Sexualdelikte, die von 6 auf 7 gestiegen ist, ist für die SPD ebenso wie der Anstieg der Roheitsdelikte alarmierend. Ein ebenfalls sehr sensibler Bereich sieht die SPD bei den Wohnungseinbrüchen. Die Fallzahlen seien zwar zurückgegangen, aber „das Eindringen in den Bereich der eigenen Wohnung“ werde von den Opfern sehr belastend wahrgenommen. “Wir müssen hier aber sehen, dass die Maßnahmen die zur Verhinderung solcher Straftaten ergriffen wurden und auch im Rahmen der Polizeistrukturreform unter dem ehemaligen Innenminister Reinhold Gall (SPD) einen Beitrag dazu geleistet hat. Das ist erfreulich“, so Thomas Schulze.
Genauere Informationen hätte die SPD gerne zu politisch motivierten oder fremdenfeindlichen Straftaten gehabt. Diese sind bundesweit gestiegen und es gehe nicht immer nur um brennende Asylbewerberunterkünfte, sondern auch um Schmierereien, Beleidigungen, Hassmails und übelste Gossensprache, wie ein Artikel der RNZ verdeutlichte. Ein besonderer Dank ging an die Vertreter der Polizei: “Sie können einen Beitrag durch erhöhte Präsenz leisten und gleichzeitig auch das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung verstärken. Auch Ihre Beratungsangebote helfen Kriminalität erst gar nicht entstehen zu lassen. Wir von der SPD unterstützen alle diese vorsorgenden Tätigkeiten ausdrücklich“, so Thomas Schulze. Große Anerkennung auch für die Arbeit des Vereins Kommunale Kriminalprävention Rhein-Neckar - bei dem auch der Sandhäuser Günter Bubenitschek als Geschäftsführer aktiv ist. Abschließend machte Thomas Schulze nochmals deutlich, was seiner Fraktion wichtig ist: „ Solch eine Statistik verleitet oft dazu, dass wir uns nur mit den Tätern beschäftigen, und gar nicht mit den Opfer, die unverschuldet in eine Straftatsituation geraten sind“. Deshalb seien auch die Veranstaltungen im Rahmen des Täter-Opfer-Ausgleichs, die regelmäßig in Sandhausen in den Räumlichkeiten der AWO stattfinden wichtig.“ Aber eines muss für uns alle gelten: nicht wegschauen. Niemand darf sich selbst in Gefahr bringen - das ist klar. Aber wachsam sein und gegebenenfalls Hilfe holen ist doch nicht zu viel verlangt“, appellierte Thomas Schulze.

 

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