Ausstieg mit Signalwirkung

Veröffentlicht am 10.05.2016 in Allgemein

Müssen wir alle Jod-Tabletten nehmen? Können Kinder bedenkenlos draußen im Sandkasten spielen? Sollen wir lieber auf Pilze und Wild verzichten? Diese Fragen haben uns im Frühjahr 1986 alle beschäftigt. Auch in Deutschland war die Angst groß, als vor 30 Jahren im ukrainischen Kernkraftwerk in Tschernobyl ein Reaktor explodierte.

Wie viele Menschen an der direkten Strahlung und an den Langzeitfolgen von Tschernobyl starben, ist bis heute nicht restlos geklärt. Das Unglück erzeugte auch eine radioaktive Wolke, die über Europa zog. Aus Skandinavien kamen erste Meldungen über eine ungewöhnliche hohe radioaktive Strahlung - noch bevor die Regierung in Moskau einräumte, dass es überhaupt einen Unfall gegeben hatte. „Russischer Schrott - das kann bei uns nicht passieren“, so haben damals einige versucht, die Lage zu beruhigen. Doch gerade hier in der Region, mit Obrigheim und Philippsburg in der Nachbarschaft, blieb die Angst. 25 Jahre nach Tschernobyl ereignete sich im März 2011 im japanischen Fukushima erneut ein schwerer atomarer Unfall. Daraufhin beschloss der Deutsche Bundestag im Juni desselben Jahres den Ausstieg aus der Atomenergie und die Wende zu erneuerbaren Energien. Bereits Mitte März 2011 hatte die Bundesregierung zunächst die Laufzeitverlängerung für deutsche Atomkraftwerke vorübergehend ausgesetzt. 2022 soll das letzte Atomkraftwerk vom Netz gehen. Die SPD war an dieser Entwicklung maßgeblich beteiligt; der Atomausstieg war eine langjährige Forderung. Deutschlands Atomausstieg ist international umstritten. Kritik kommt aus Frankreich und Schweden. Aktuell machen die unsicheren Atomkraftwerke unserer Nachbarn in Belgien, Frankreich und Tschechien Schlagzeilen. Ausstiegsbeschlüsse sind dort teilweise wieder rückgängig gemacht worden. Die meisten Atomkraftwerke sind in die Jahre gekommen und genügen nicht mehr den neuesten Sicherheitsanforderungen. Auch die SPD Sandhausen hat darüber intensiv diskutiert. Mit einem deutlichen Fazit: „Der Atomausstieg eines so hoch industrialisierten Landes wie Deutschland hat eine starke Signalwirkung. Deutschland geht mit gutem Beispiel voran, und andere Atom-Staaten könnten diesem Beispiel folgen“, so Vorsitzender Thorsten Krämer. Es gäbe keine Alternative zum Atomausstieg.

 

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