30.06.2020 in Arbeitsgemeinschaften

Es geht voran!

 

Es tut sich was! Es ist lobenswert, wenn die Gemeindeverwaltung nun damit begonnen hat, die fehlenden Parkmarkierungen in verkehrsberuhigten Zonen in Sandhausen einzurichten. In der Robert-Koch-Straße wurden aufwändige Markierungsnägel, sogar mit Reflektoren, eingebaut (siehe Foto) und damit legale Parkflächen entsprechend der StVO gekennzeichnet.

Leider sind diese Markierungsnägel nicht fahrbahngleich und stellen eine mögliche Gefährdung von Fußgängern mit und ohne Gehhilfen und von Fahrradfahrern dar. Hier hätten wesentlich kostengünstigere Alternativen (farbige Pflastersteine, einfache weiße Farbmarkierungen) völlig ausgereicht und wären keine Gefahr für die erwähnten Verkehrsteilnehmer.

Nun beidseitig angebrachte Verkehrszeichen machen die verkehrsberuhigte Zone Robert-Koch-Straße noch deutlicher erkennbar. Sie dienen wahrscheinlich einer verbesserten Sicherheit der sie benutzenden, nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmer. Die AG Verkehr hat in Ihrem umfangreichen, als „GesamtKonzept“ erstellten Arbeitspapier im Kapitel „LegalParken“ u.a.bereits auf die Problematik der fehlenden Parkflächenmarkierungen in anderen verkehrsberuhigten Bereichen Sandhausens hingewiesen (www.spd-sandhausen.de/ag-verkehr/).

Im Sinne einer Bürgerinformation weist die AG Verkehr an dieser Stelle auf die neuen verkehrsrechtlichen Vorschriften und Regelungen innerhalb eines verkehrsberuhigten Bereichs hin.

In einem verkehrsberuhigten Bereich wie der Robert-Koch-Straße (und andere, wie z.B. Sandgasse, Schulstraße, Lochheimer Straße) dürfen Fußgänger die Fahrbahn in ihrer ganzen Breite nutzen. Eine Abgrenzung zwischen Gehwegen und Fahrbahn ist nicht notwendig. Kinder dürfen auf der Straße spielen!

Alle Verkehrsteilnehmer - Fußgänger, Radverkehr und motorisierter Verkehr - sind gleichberechtigt. Alle Fahrzeuge müssen mit Schrittgeschwindigkeit fahren und jederzeit bremsbereit sein. Fahrzeugführer dürfen Fußgänger weder gefährden noch behindern, wenn nötig müssen sie warten. Fußgänger dürfen den Fahrverkehr nicht unnötig behindern oder beeinträchtigen. In verkehrsberuhigten Bereichen ist Rücksicht ganz besonders gefragt.

 

30.06.2020 in Ortsverein

MitRadeln – ab sofort wieder jeden Montag

 

Liebe Sandhausenerinnen und Sandhausener,

der Wald wartet auf uns! Der Wald in Sandhausen und Umgebung ist wieder für Gruppen bis zu 10 Personen aus unterschiedlichen Haushalten fürs Fahrradfahren „geöffnet“! Wie in Corona-Zeiten üblich, sind die Hygienevorschriften und die Mindestabstände von 1,50 m einzuhalten. Bei uns Fahrradfahrenden nicht besonders schwierig, da unser Sicherheitsabstand schon immer eine Fahrradlänge betrug. Nur das Nebeneinanderfahren sollten wir meiden.


Wer sich anmelden möchte: 06224 92076 oder edwin.f.schreyer@t-online.de
Anmeldungen sind nicht erforderlich aber jeder MitRadelnde verpflichtet sich, akut keine Symptome von Erkältungen, Kopfschmerzen, erhöhter Körpertemperatur oder Kontakt zu Infizierten innerhalb der letzten sieben Tage gehabt zu haben. Ansonsten ist eine Teilnahme nicht möglich.
Eine Stunde „Waldbaden“ auf dem Fahrrad! Wie wär’s? Teilnehmen kann jede und jeder! Wir sehen uns immer montags um 18:00 Uhr am Ende der Waldstraße beim Wald. 

 

30.06.2020 in Bundespolitik

Austauschprogramm des Deutschen Bundestages 2021/2022

 

Dank des Parlamentarischen Patenschafts-Programms (PPP) haben jedes Jahr Schülerinnen und Schüler sowie junge Berufstätige die Möglichkeit, ein Austauschjahr in den USA zu verbringen. Bundestags- und Kongressabgeordnete übernehmen während des Austauschjahres die Patenschaft für junge Leute aus ihrem Wahlkreis.

Auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Lars Castellucci ruft geeignete Bewerberinnen und Bewerber aus dem Wahlkreis Rhein-Neckar dazu auf, sich zu bewerben: „Ich habe als Student selbst ein Jahr im Land der unbegrenzten Möglichkeiten verbracht und weiß, wie prägend eine solche Erfahrung sein kann.“

Für das nächste Austauschjahr 2021/2022 können sich Schülerinnen und Schüler sowie junge Berufstätige, die zum Zeitpunkt der Ausreise (31.07.2021) mindestens 15 und höchstens 17 Jahre alt sind, bewerben. Junge Berufstätige müssen bis zur Ausreise (31.07.2021) ihre Berufsausbildung abgeschlossen haben und dürfen zu diesem Zeitpunkt höchstens 24 Jahre alt sein.

Weitere Informationen sowie Bewerbungsunterlagen können unter www.bundestag.de/ppp abgerufen werden. Interessierte können sich auch gerne an das Wahlkreisbüro von Lars Castellucci (06222-9399506 oder lars.castellucci.wk@bundestag.de) wenden. Die Bewerbungsfrist endet am 11. September 2020.

 

30.06.2020 in Ortsverein

Politik lebt vom Mitmachen

 

Politik lebt vom Mitmachen, vom Mitgestalten, vom Meinungsaustausch. Gleich in welcher Partei, auf welcher Ebene: Ein Miteinander gestalten braucht Kommunikation von Entscheidungen, braucht Kommunikation von Bedürfnissen. In Coronazeiten eine Herausforderung, die zum Austesten neuer Möglichkeiten animiert.

Unser SPD-Bundestagsabgeordnete Lars Castellucci hält seit langem den Kontakt zu jungen Menschen mit "Pizza & Politik". In der aktuellen Situation war das leider nicht möglich. Doch Pizza lässt sich selber backen und der Austausch mit den Jugendlichen verlegte er auf Instagram. Dabei konnten die jungen Leute ihre Fragen und Diskussionsbeiträge live an den Abgeordneten senden, der direkt per Video darauf antwortete. Die Themenpalette war breit und Lars Castellucci zog ein sehr positives Fazit: "Es war wie immer sehr bereichernd, mich mit jungen Leuten auszutauschen und zu hören, welche Themen sie aktuell besonders bewegen."


Ähnliche Erfahrungen macht unsere Gemeinderätin Xenia Rösch. Ob in der Uni oder bei der Arbeit: Fast die komplette Kommunikation verlagert sich in die digitale Welt und muss von zu Hause aus geführt werden. "Die zwangsweise Umstellung auf ein digitales Miteinander hat uns gezeigt, dass es immer Wege und Möglichkeiten gibt, um miteinander in Kontakt zu treten", fasst sie ihre Erfahrungen zusammen. Und die ein oder andere besondere Situation ergibt sich dann auch. "So drängte sich in einer Videokonferenz eine Ziege ins Bild. In klassischen Gesprächen dann doch eher ungewöhnlich. Was wir alle aus der Situation lernen können: Auch in schwierigen Zeiten können wir als Gesellschaft in Kontakt bleiben. Die Pizza in gemeinsamer Runde ist schon schöner, aber die digitale Variante ist auch gut. Oder wie Xenia Rösch es ausdrückt: "Ein persönliches Treffen ersetzen digitale Plattformen nicht. Die Ziege hätte ich dann doch auch gerne mal persönlich kennengelernt."

 

 

07.06.2020 in Allgemein

Auf geht’s nach Dresden! (Teil 2)

 

Es gab ein Leben vor Corona - Auf geht’s nach Dresden!
Für den nächsten Tag stand der Besuch unserer Partnergemeinde Königswartha auf dem Programm. Direkt nach dem Frühstück ging es los. Nach rund 80 km Fahrstrecke machten wir eine Pause inmitten der Lausitzer Seenlandschaft. Diese Gegend erlebt derzeit einen besonderen Wandel, denn eine ganze Region wird vom Braunkohlerevier zum Urlaubsparadies umgewandelt. Es entwickelt sich Europas größte von Menschenhand geschaffene Wasserlandschaft mit zwei Dutzend gefluteten Seen und schiffbaren Kanälen. In der jungen Urlaubsregion kommen Radfahrer, Skater, Badegäste und Wassersportfans voll auf ihre Kosten. Natürlich wollen auch wir diese attraktive Region erkunden. Wir starteten unsere Tour in Geierswalde direkt bei den bekannten Schwimmenden Häusern. Weiter ging es zum Leuchtturm und danach zum Rostigen Nagel - eine Aussichtsplattform in 30 Metern Höhe, die über 162 Treppenstufen zu erreichen ist. Von Grosskoschen fuhren wir Richtung Kleinkoschen. Hier konnten wir dann eine der zahlreichen Seenverbindungen in Natura sehen. Wir setzten unsere Tour in Richtung Senftenberg fort.

Danach verschlug es uns in die älteste Gartenstadt Deutschlands nach Marga. Die Gartenstadt Marga, erbaut zwischen 1907 und 1915, mit ursprünglich 78 Häusern ist ein faszinierender Ort:  grüne Alleen, Gärten mit blühenden Obstbäumen, individuelle Architektur mit handwerklichen Elementen - ein Kontrast zu den tristen Mietskasernen der Fabrikarbeiter in den Großstädten jener Zeit. Marga zeugt von weitsichtigem und verantwortungsbewusstem Unternehmertum – und vom Reichtum der einst blühenden Industrieregion. Auf den ersten Blick wirkt Marga wie eine ganz normale Kleinstadt - gepflegt, bürgerlich, heimelig. Doch Marga ist ein Kunstwerk: entworfen auf dem Reißbrett und innerhalb weniger Jahre von einem einzigen Bauherrn errichtet. Weiter ging es nach Elsterheide, genauer gesagt in den Gasthof zur Grubenlampe. Hier wurden wir bereits vom Bürgermeister unserer Partnergemeinde Königswartha, Herrn Swen Nowotny, und seinen beiden Mitarbeiterinnen Frau Pfeiffer und Frau Nytsch erwartet. Nach einem vorzüglichen Mittagessen setzten wir unsere Fahrt in Richtung Königswartha fort.

Bürgermeister Nowotny ergriff hierbei das Mikrofon in unserem Bus, und wir erhielten eine exklusive Reiseführung über die Umgebung unserer Partnergemeinde. Natürlich ließ es sich BM Nowotny nicht nehmen, uns seinen Heimatort vorzustellen. Er nutzte die Gunst der Stunde und moderierte gleich eine Tour durch Königswartha. Im Anschluss besuchten wir das Heimatmuseum und das Rathaus. Den Abend ließen wir im Heidehof ausklingen.

Die diesjährige Fahrt stand ganz im Zeichen des Jubiläums - nach zwei Aufenthalten in Berlin und je einem in Brüssel und Hamburg. So wurden im Laufe des Abends dreizehn Mitreisende geehrt, die an allen fünf Fahrten teilgenommen haben.

Es handelt sich um Brigitte Brehm, Peter Burkhardt, Bernd Fleischer, Annemarie Günther, Bernd Hillesheim, Inge & Karl Keck, Gerlinde Rimmler, Toni Sauter, Margot Schneider sowie Anja, Walter & Adrian Rüttinger. Im Beisein von BM Nowotny wurden ihnen Präsente überreicht.

Leider ging der Abend viel zu schnell vorbei. Wir mussten uns verabschieden und unsere Partnergemeinde wieder Richtung Dresden verlassen. Die Eindrücke des Tages sorgten für ausgiebigen Gesprächsstoff auf der Rückfahrt.
Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg nach Bautzen, die Partnerstadt von Heidelberg. Bautzen liegt im Zentrum der Lausitz und vereint sächsisches und sorbisches Kulturgut. Türme, Tore, Mauern und Bastionen zeugen von der reichen Geschichte der Stadt. In der Altstadt findet man mehr als 1.000 Baudenkmäler der vergangenen acht Jahrhunderte.
Während unseres Altstadtrundgangs, mit einem Abstecher zum Dom St. Petri, blickten wir auf die Ortenburg. Vorbei am Bautzener Senfladen bewunderten wir die Stadtmauern aus dem Mittelalter. Bunte Bürgerhäuser aus dem Rokoko und Barock stellen das Erscheinungsbild von Bautzen dar. Weiter ging es zu den sehenswerten architektonischen Denkmälern. Dazu zählen u.a. der Schiefe Turm, der Reichenturm, die Mühl-Bastei und der Friedhof der Nicolaikirche. Die Talsperre Bautzen mit ihrer atemberaubenden Kulisse bietet in den warmen Monaten zahlreiche sportliche Aktivitäten. Nach so einem intensiven Rundgang, teils per Bus und teils zu Fuß, war eine Stärkung überfällig. Das nahe gelegene Bautzener Brauhaus bot die nötige Erfrischung an.
Anschließend ging es zu einer der bedeutsamsten Gedenkstätten des Ortes bzw. von ganz Ostdeutschland - zum “Stasi-Knast” (kurz: Bautzen II). Die Stiftung Sächsische Gedenkstätten erinnert an die Opfer der kommunistischen Diktatur in der sowjetischen Besatzungszone und der DDR. Sie erinnert an Strukturen und Methoden von Herrschaftssystemen und zeigt, wie man bei Widerstand und Ablehnung des Systems mit den Bürgern vorging. Dieser Ort erinnert an politische Gewaltverbrechen und politisches Unrecht. Für die Insassen gab es keine Menschenrechte und erst recht keine Gnade.

Am Nachmittag machten wir uns auf den Weg zurück nach Dresden. Für den restlichen Tag stand Freizeit auf dem Programm. Jeder gestaltete diese letzten Stunden in Dresden nach seinem Geschmack.

Schon waren fünf wunderbare Tage vorbei, und wir mussten am nächsten Morgen unsere Heimfahrt antreten. Die Rückfahrt verkürzten wir wieder mit Bingo- Runden. Im Restaurant „Goldenes Herz“ in Plech nahmen wir - aufgrund einer Empfehlung von Bürgermeister Georg Kletti - unser verspätetes Mittagessen ein. Im Bus stimmten wir gegen Abend gemeinsam das Sandhäuser Lied an und erreichten bald darauf gesund und munter, trotz starker Regenschauer und Sturm, den Festplatz in Sandhausen. Wieder ging eine wunderbare Reise zu Ende, die sicherlich nicht die letzte dieser Art war.

Bericht zur Dresden-Reise 2020 von Jürgen Rüttinger